Alles was Sie zu Zeitpunkt, Profiltiefe und Einlagerung wissen müssen
Zweimal im Jahr stellt sich dieselbe Frage: Wann ist der richtige Moment, die Reifen zu wechseln? Die bekannte Faustregel „von O bis O“ – also von Ostern bis Oktober auf Sommerreifen, von Oktober bis Ostern auf Winterreifen – gibt eine brauchbare Orientierung. Verlassen sollte man sich auf sie allein jedoch nicht. Ob als Autofahrer, der auf der sicheren Seite bleiben will, oder als Werkstattbetreiber, der seinen Kunden einen reibungslosen Reifenwechsel-Service bieten möchte: Dieser Ratgeber liefert alle relevanten Informationen zu Zeitpunkt, Kennzeichnung, Profiltiefe, Reifendruck und professioneller Einlagerung – inklusive praktischer Hinweise für einen effizienten Betriebsablauf.
Ab wann gilt Winterreifenpflicht? Was das Gesetz vorschreibt
Einen gesetzlich festgelegten Stichtag für den Winterreifenwechsel gibt es in Deutschland nicht. Stattdessen gilt die sogenannte situative Winterreifenpflicht: Sobald winterliche Straßenverhältnisse herrschen – Reifglätte, Schneematsch, Schneeglätte oder Glatteis – sind Winterreifen auf allen vier Radpositionen vorgeschrieben. Das Gesetz knüpft die Pflicht also nicht an ein Datum, sondern ausschließlich an die tatsächlichen Bedingungen auf der Fahrbahn. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm darf dabei bei keinem der montierten PKW-Reifen unterschritten werden.
Von der Pflicht ausgenommen sind lediglich einspurige Kraftfahrzeuge wie Motorräder, Fahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft sowie motorisierte Krankenfahrstühle im Sinne von § 2 Nr. 13 FZV. Alle anderen Pkw und Transporter müssen bei entsprechender Witterung mit geeigneter Winterbereifung unterwegs sein – unabhängig davon, ob man nur kurze Strecken fährt oder die Fahrt schon vor dem ersten Schneefall begonnen hat.

Wer bei Eis oder Schnee mit Sommerreifen fährt, riskiert ein Bußgeld – bereits der bloße Verstoß gegen die Winterreifenpflicht mit einem Bußgeld geahndet werden, bei Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer oder einem Unfall können zusätzlich Punkte und höhere Bußgelder folgen. Darüber hinaus können bei einem Unfall versicherungsrechtliche Konsequenzen entstehen: Fehlende wintertaugliche Bereifung kann je nach Einzelfall zu Mithaftungsfragen, Problemen bei der Kaskoregulierung oder Regressforderungen führen. Besonders tückisch ist die Übergangszeit im Frühjahr: Wer zu früh auf Sommerreifen wechselt und dabei einen Kälteeinbruch unterschätzt, geht ein erhebliches Risiko ein. Frostperioden mit Glatteis und Schneeglätte sind in vielen Regionen Deutschlands bis weit in den April hinein möglich – in höheren Lagen auch im Mai noch keine Seltenheit.
Woran erkennt man Winterreifen? Symbole und Kennzeichnungen im Überblick
Nicht jeder Reifen mit der Aufschrift M+S ist automatisch ein zugelassener Winterreifen. Das Kürzel stand für „Matsch und Schnee“ und war lange Zeit das gängige Erkennungsmerkmal – seit dem 1. Oktober 2024 reicht die reine M+S-Kennzeichnung in Deutschland jedoch nicht mehr aus, um die situative Winterreifenpflicht zu erfüllen. Reifen, die lediglich M+S tragen, ohne das Alpine-Symbol zu zeigen, gelten seitdem nicht mehr als wintertauglich im rechtlichen Sinne. Wer seine PKW-Reifen prüft, bevor er auf Winterbereifung wechselt, sollte daher unbedingt auf das korrekte Symbol achten.
Der aktuelle und einzig rechtssichere Standard ist das Alpine-Symbol: ein Bergpiktogramm mit Schneeflocke, auch als 3PMSF (Three-Peak Mountain Snow Flake) bezeichnet. Autoreifen mit diesem Symbol wurden in standardisierten Tests auf Schnee und Eis geprüft und erfüllen nachweislich definierte Mindestanforderungen an Wintertraktion.

| Kennzeichnung | Stand heute | Bedeutung |
|---|---|---|
| M+S ohne Alpine-Symbol | Seit 1.10.2024 nicht mehr ausreichend | Nicht anerkannt |
| Alpine-Symbol (3PMSF) | Unbegrenzt gültig | Vollständig anerkannt |
| M+S und Alpine-Symbol | Unbegrenzt gültig | Optimal |
Ganzjahresreifen tragen in der Regel ebenfalls das Alpine-Symbol und gelten damit rechtlich als Winterreifen. Sie sind ein sinnvoller Kompromiss – aber nicht für jedes Fahrprofil gleich gut geeignet. Wer überwiegend städtische Kurz- und Mittelstrecken in eher flachem Gelände mit moderaten Wintern fährt, kann mit Ganzjahresreifen gut bedient sein und spart sich den zweimaligen Wechsel im Jahr. Weniger ideal sind sie hingegen für Fahrerinnen und Fahrer mit regelmäßigem Einsatz im Mittelgebirge oder den Alpen, hohem Autobahnanteil, häufigem und intensivem Schneefall oder hoher Jahresfahrleistung – hier spielen saisonal abgestimmte Autoreifen ihre spezifischen Stärken klar aus. Auf heißem Sommerasphalt arbeitet die weichere Ganzjahresgummimischung weniger effizient als ein reiner Sommerreifen, auf tiefem Schnee erreicht sie nicht die Traktion eines echten Winterreifens.
Winterreifen – wie viel mm Profil, wie viel Bar Druck?

Profiltiefe: gesetzliches Minimum und empfohlene Praxis
Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt für alle Reifen 1,6 mm – dieser Wert ist jedoch die absolute Untergrenze, keine Empfehlung für den sicheren Alltag. In der Praxis sollte man deutlich früher handeln, denn je nach Reifentyp und Einsatz verlieren Reifen schon weit oberhalb dieser Grenze spürbar an Leistung:
- Sommerreifen: Experten empfehlen einen Wechsel spätestens bei 3 mm Restprofil
- Winterreifen und Ganzjahresreifen im Wintereinsatz: Wechsel bereits bei 4 mm empfohlen
Der Grund liegt in der Physik: Das charakteristische Lamellenprofil eines Winterreifens, das für Grip auf Schnee und Nässe sorgt, verliert unterhalb der 4-mm-Schwelle deutlich an Wirksamkeit. Bremswege verlängern sich, die Wasserableitung verschlechtert sich, und das Risiko von Aquaplaning steigt. Dieselbe gesetzliche Mindesttiefe von 1,6 mm ist also je nach Jahreszeit und Reifentyp in der Praxis sehr unterschiedlich zu bewerten.
Wer die Profiltiefe ohne Messgerät schnell einschätzen möchte, kann den klassischen Münztest nutzen: Der goldene Rand einer 1-Euro-Münze ist etwa 3 mm breit. Taucht er vollständig im Profil unter, ist die Empfehlung für Sommerreifen noch knapp erfüllt – für Winterreifen sollte die Marke von 4 mm jedoch als persönliche Wechselgrenze gelten. Für eine genaue Messung empfiehlt sich ein einfaches Profiltiefenmessgerät, das in jeder Werkstatt zum Standardwerkzeug gehört.
Neben der Profiltiefe spielt das Reifenalter eine wichtige, oft unterschätzte Rolle. Winterreifen verlieren ab etwa sechs Jahren zunehmend an Wintereigenschaften, da die Gummimischung mit der Zeit verhärtet und an Elastizität verliert. Ab einem Alter von acht Jahren ist äußerste Zurückhaltung angebracht – auch wenn das Profil optisch noch ausreichend wirkt. Sichtbare Risse in der Seitenwand oder im Laufflächenbereich sind ein klares Warnsignal, das keinesfalls ignoriert werden sollte.
Das genaue Alter lässt sich an der vierstelligen DOT-Nummer auf der Reifenflanke ablesen. Die ersten beiden Ziffern stehen für die Kalenderwoche, die letzten beiden für das Produktionsjahr – zum Beispiel: DOT 2222 bedeutet 22. Kalenderwoche 2022, DOT 4820 steht für die 48. Kalenderwoche 2020.
Reifendruck im Winter: Warum die Herstellerangabe entscheidet
Kältere Temperaturen senken den Luftdruck in Reifen messbar – als physikalische Faustregel gilt ein Druckverlust von etwa 0,1 Bar je 10 Grad Celsius Temperaturabfall. Ein Autoreifen, der im Sommer bei 25 Grad korrekt befüllt wurde, kann bei Wintertemperaturen um den Gefrierpunkt bereits 0,2 bis 0,3 Bar unter dem Sollwert liegen. Zu niedriger Reifendruck erhöht den Rollwiderstand, verschlechtert die Lenkpräzision und erhöht den Reifenverschleiß – gerade im Winter kritische Faktoren.
Viele Hersteller empfehlen daher, den Reifendruck im Winter leicht anzuheben, in der Regel um 0,2 Bar gegenüber dem Sommerwert. Verbindlich sind jedoch immer die fahrzeugspezifischen Angaben – nachzuschlagen im Türrahmen bzw. an der B-Säule, an der Tankklappe oder in der Betriebsanleitung. Eine regelmäßige Kontrolle mindestens einmal im Monat sowie vor längeren Fahrten ist in der kalten Jahreszeit besonders empfehlenswert. Wichtig: Den Druck immer am kalten Winterreifen messen, da Fahren die Luft im Inneren erwärmt und den Druckwert verfälscht.

Ab wann Sommerreifen wechseln – und wann zurück auf Winterbereifung?
Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt stellt sich zweimal im Jahr – und ist in beiden Richtungen gleich bedeutsam. Im Frühjahr verleitet das erste sonnige Wetter oft dazu, die Winterreifen vorschnell gegen Sommerreifen zu tauschen. Die O-bis-O-Regel bietet dabei lediglich einen groben Anhaltspunkt, keine gesetzliche Vorgabe. Als praxisnahe Orientierungshilfe hat sich die sogenannte 7-Grad-Regel etabliert: Erst wenn die Außentemperaturen dauerhaft und zuverlässig über 7 Grad Celsius liegen – auch nachts – ist der Wechsel auf Sommerbereifung aus technischer Sicht sinnvoll. Dabei handelt es sich um einen Richtwert, nicht um eine exakt definierte technische oder rechtliche Grenze. Unterhalb dieser Temperaturschwelle bleibt die weichere Gummimischung des Winterreifens im Vorteil: Sie bietet bessere Haftung auf kaltem, feuchtem oder vereistem Untergrund, während Sommerreifen bei niedrigen Temperaturen zu hart werden und ihre Eigenschaften nicht mehr optimal entfalten können.
Umgekehrt gilt im Herbst: Sobald die Nachttemperaturen regelmäßig unter 7 Grad sinken, verliert Sommerbereifung ihre optimale Haftung spürbar. Der Bremsweg auf nasser Fahrbahn verlängert sich, und das Risiko bei überraschenden Frost- oder Schneelagen steigt erheblich. In dieser Übergangszeit – oft bereits ab Ende September in höheren Lagen – ist der Wechsel auf Winterreifen nicht nur eine Frage der gesetzlichen Pflicht, sondern vor allem eine der Sicherheit.
Regionale Unterschiede spielen dabei eine größere Rolle, als viele Autofahrer annehmen. Während in norddeutschen Tieflagen milde Winter keine Seltenheit sind, beginnt in Bayern, Baden-Württemberg oder Thüringen die winterreifenpflichtige Saison erfahrungsgemäß früher und endet später. Wer regelmäßig Bergpässe befährt oder in schneesicheren Regionen wohnt, sollte den Wechsel entsprechend früher einplanen – und sich dabei nicht allein auf Kalender oder Wetterprognosen verlassen, sondern die tatsächlichen Straßenverhältnisse im Blick behalten.

FAQ: Häufige Fragen zum Reifenwechsel
Ab wann muss ich Winterreifen aufziehen?
Einen festen gesetzlichen Termin gibt es nicht. Die Winterreifenpflicht greift situativ – sobald Schnee, Eis oder Reifglätte herrscht. Als grobe Orientierungshilfe hat sich die 7-Grad-Regel bewährt: Sobald die Temperaturen dauerhaft unter diese Schwelle sinken, sind Winterreifen die sicherere Wahl – auch wenn die Straßen noch trocken sind.
Wie erkenne ich, ob meine Winterreifen noch gut sind?
Profiltiefe, Reifenalter und Optik entscheiden gemeinsam. Liegt die Restprofiltiefe unter 4 mm, nimmt die Wintertauglichkeit deutlich ab. Ab etwa sechs Jahren sollten Winterreifen kritisch geprüft werden, ab acht Jahren ist äußerste Zurückhaltung geboten. Das Herstellungsdatum lässt sich an der DOT-Nummer auf der Reifenflanke ablesen – die ersten zwei Ziffern stehen für die Kalenderwoche, die letzten zwei für das Produktionsjahr.
Reicht M+S noch als Winterreifen-Kennzeichnung?
Nein. Seit dem 1. Oktober 2024 reicht die reine M+S-Kennzeichnung in Deutschland nicht mehr aus. Nur Reifen mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke, auch 3PMSF genannt) erfüllen die Anforderungen der situativen Winterreifenpflicht.
Kann ich mit Ganzjahresreifen auch im Schnee fahren?
Ja, sofern sie das Alpine-Symbol tragen. In milden Wintern mit gelegentlichem Schneefall und überwiegend städtischem Fahrprofil sind sie eine praktikable Lösung ohne saisonalen Wechselaufwand. Sobald jedoch regelmäßig Schnee, Eis oder anhaltende Minusgrade auftreten, oder die Fahrleistung und Streckenprofile anspruchsvoller werden, stoßen Ganzjahresreifen an ihre Grenzen.

Wie viel Bar sollten Winterreifen haben?
Grundsätzlich gelten die fahrzeugspezifischen Herstellerangaben – nachzuschlagen im Türrahmen, an der Tankklappe oder in der Betriebsanleitung. Im Winter empfiehlt sich häufig ein leicht erhöhter Druck von etwa 0,2 Bar gegenüber dem Sommerwert, da Kälte den Luftdruck im Reifen senkt. Den Druck immer am kalten Reifen messen.
Was passiert, wenn ich bei Schnee mit Sommerreifen fahre?
Neben dem möglichen Bußgeld können bei einem Unfall versicherungsrechtliche Konsequenzen entstehen. Fehlende wintertaugliche Bereifung kann je nach Einzelfall zu Mithaftungsfragen, Problemen bei der Kaskoregulierung oder Regressforderungen führen – insbesondere dann, wenn grobe Fahrlässigkeit festgestellt wird.
Muss ich alle vier Reifen wechseln?
Ja. Das Gesetz schreibt vor, dass auf allen vier Radpositionen die situationsgerechte Bereifung montiert sein muss. Eine gemischte Bestückung – etwa Winterreifen nur auf der Antriebsachse – ist nicht zulässig und kann das Fahrverhalten gefährlich beeinflussen: Unterschiedliche Haftungseigenschaften an Vorder- und Hinterachse erhöhen das Risiko von Schleudervorgängen erheblich.
Darf ich Winterreifen auch im Sommer fahren?
Verboten ist es nicht – aber aus mehreren Gründen nicht empfehlenswert. Die weiche Gummimischung des Winterreifens baut auf warmem Sommerasphalt deutlich schneller ab, was den Verschleiß erhöht und die Laufleistung erheblich verkürzt. Dazu kommen längere Bremswege und ein höherer Kraftstoffverbrauch durch den erhöhten Rollwiderstand.

Reifenwechsel als Servicechance: Tipps für Werkstattbetreiber
Zweimal im Jahr verwandelt sich der Reifenwechsel für Kfz-Werkstätten in echte Hochsaison. Wer diesen Rhythmus nicht nur als Routineaufgabe begreift, sondern als strategischen Kundenkontaktpunkt, kann daraus nachhaltiges Zusatzgeschäft entwickeln. Denn kaum eine andere Tätigkeit bietet so verlässlich wiederkehrende Begegnungen mit der eigenen Kundschaft – und damit Gelegenheit, Vertrauen aufzubauen, weitere Serviceleistungen ins Gespräch zu bringen und sich als kompetenter Ansprechpartner zu etablieren. Wie Werkstätten den Reifenwechsel gezielt als Einstieg in die Kundenbindung nutzen – von der saisonalen Werbemaßnahme bis zum durchdachten Give-Away beim Abholen – zeigt der gleichnamige Beitrag im Hermann-Direkt Magazin.
Saisonale Werbeplakate im Werkstattbereich weisen Kunden rechtzeitig auf den anstehenden Reifenwechsel hin und sorgen dafür, dass Termine frühzeitig vergeben werden – bevor der erste Frost die Terminkalender überrollt.
Reifeneinlagerung professionell organisieren
Viele Fahrzeughalter verfügen zu Hause weder über ausreichend Platz noch über die richtigen Lagerbedingungen für ihre saisonale Bereifung. Das macht die Reifeneinlagerung zu einer gefragten Zusatzleistung – und zu einer echten Umsatzmöglichkeit für die Werkstatt. Damit der Service reibungslos funktioniert, kommt es auf ein durchdachtes System an. Grundsätzlich sollten Reifen kühl, trocken, dunkel und sauber gelagert werden – fern von Öl, Lösungsmitteln und Ozonquellen wie Elektromotoren oder Kompressoren, die die Gummimischung angreifen können. Dabei gilt ein wichtiger Unterschied je nach Ausführung:
- Reifen ohne Felge lagern am besten stehend – dabei sollten sie regelmäßig gedreht werden, um einseitigen Druck zu vermeiden.
- Kompletträder mit Felge können liegend gestapelt oder aufgehängt werden, da die Felge das Reifenprofil vor Verformung schützt.
Worauf es bei einem durchdachten Einlagerungssystem im Detail ankommt – von der Verwaltung über die Kundenkommunikation bis zur richtigen Regalwahl – stellen wir Ihnen in dem Ratger-Berbeitrag Reifenregale und Reifenanhänger sowie dem Ratgeber: Reifenwechsel und Einlagerung als durchdachtes Servicepaket vor.
Hochwertige Reifenregale ermöglichen eine platzsparende und fachgerechte Aufbewahrung, bei der die Reifen sicher stehen, ohne sich gegenseitig zu belasten. Ein Reifenwagen erleichtert den Transport zwischen Lager und Montagebereich und lässt sich gleichzeitig zur Präsentation neuer Reifenmodelle im Showroom nutzen.
Damit jeder Reifensatz eindeutig dem richtigen Fahrzeug zugeordnet bleibt, sind Reifenanhänger und Einlagerungsetiketten unverzichtbar – besonders in der Stoßzeit, wenn täglich viele Kunden gleichzeitig ihre Reifen abgeben. Eine sorgfältige Kennzeichnung direkt beim Wechsel verhindert Verwechslungen und spart bei der Herausgabe wertvolle Zeit.
Kunden, die ihre Reifen nach dem Wechsel selbst mit nach Hause nehmen, schätzen Reifensäcke als saubere und praktische Transportlösung. Ein wichtiger Hinweis dabei: Die Säcke eignen sich ausschließlich für den Transport, nicht für die Dauerlagerung. Werden feuchte Reifen über längere Zeit in geschlossenen Kunststoffsäcken gelagert, kann es zu Felgenkorrosion kommen. Kunden sollten daher direkt beim Abholen auf diesen Punkt hingewiesen werden.
Kundenkommunikation: kleine Geste, große Wirkung
Ein einfacher Hinweis-Spiegelanhänger, der den Kunden nach dem Reifenwechsel daran erinnert, die Radschrauben nach etwa 50 Kilometern nachziehen zu lassen, kostet wenig – und signalisiert Sorgfalt. Hintergrund: Durch das Setzen und die Wärmeausdehnung im Fahrbetrieb können sich Radschrauben in den ersten Kilometern nach der Montage leicht lockern. Werkstätten orientieren sich dabei an den jeweiligen Fahrzeug- und Herstellervorgaben, da der empfohlene Kontrollabstand je nach Fahrzeug, Felge und Montagepraxis variieren kann. Wer seinen Kunden diesen Hinweis aktiv mitgibt, punktet mit Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein – und das bleibt in Erinnerung.
Ergänzend lassen sich Service-Etiketten und Anhänger einsetzen, die auf den nächsten Ölwechsel oder die anstehende Inspektion hinweisen – ein unauffälliger, aber wirkungsvoller Impuls für Folgeaufträge.
Sicher unterwegs – egal zu welcher Jahreszeit
Der Reifenwechsel ist keine lästige Pflicht, sondern eine der einfachsten und wirkungsvollsten Maßnahmen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Wer die 7-Grad-Regel als persönlichen Richtwert nutzt, die Kennzeichnungen seiner Reifen kennt, Profiltiefe und Luftdruck regelmäßig im Blick behält und das Reifenalter nicht aus den Augen verliert, trifft fundierte Entscheidungen – unabhängig davon, ob der Kalender schon Frühjahr sagt oder der Wetterbericht etwas anderes vermuten lässt. Für Werkstattbetreiber gilt dasselbe Prinzip in eine andere Richtung: Wer den Reifenwechsel-Service professionell, verlässlich und mit dem richtigen Blick fürs Detail anbietet, schafft die Grundlage für eine Kundenbeziehung, die weit über den Saisonwechsel hinausreicht.
HERMANN Fachversand




