© industrieblick – stock.adobe.com

Werkstatt planen und einrichten

Wenn Sie Ihre Werkstatt planen und einrichten, werden die Prozesse im täglichen Betrieb umso effizienter ablaufen, je mehr Einzelheiten sie bei der täglichen Arbeit bedacht haben. Grundlegende Punkte wie die Strom- und Wasserversorgung sind ebenso bedeutsam wie Sicherheitsaspekte, verschiedene Utensilien für ein funktionsstarkes Organisationssystem sowie Werkzeuge und Hilfsmittel für eine reibungslose Auftragsabwicklung. Dieser Beitrag unterstützt Sie mit allgemeinen Informationen und praktischen Tipps für eine fachgerechte Realisierung Ihrer Werkstatteinrichtung.

Grundlegende Punkte bei der Werkstattplanung

Ausreichend Raum, Strom, Wasser und Licht – diese vier lebenswichtigen Elemente sind zuallererst zu berücksichtigen, wenn Sie Ihre Werkstatt planen.

Raum

Die Raumfläche sollte mit Ihren Vorhaben in der Werkstatt konform gehen. Möchten Sie sowohl klassische Kraftfahrzeuge als auch Elektroautos warten und reparieren, benötigen Sie selbstverständlich wesentlich mehr Platz als im Falle einer Spezialisierung auf einen Bereich. Des Weiteren gilt es, das „Raumformat“ zu beachten. Mieten oder kaufen Sie immer eine Lokalität, die Sie nach Ihren Vorstellungen übersichtlich einrichten können.

Autowerkstatt Mechaniker bei der Wartung und Reparatur von Fahrzeugen
© industrieblick – stock.adobe.com

Strom

Bezüglich Stromanschluss ist es gleichgültig, ob es um einen kleinen oder großen Kfz-Betrieb oder lediglich um eine private Hobbywerkstatt geht: Es muss zwingend einer vorhanden sein – und zwar bestenfalls mit einer möglichst großzügigen Anzahl an Steckdosen. Mit Verlängerungskabeln zu hantieren wäre nicht nur nervig, sondern auch unprofessionell beziehungsweise bei einigen Elektrogeräten nicht einmal zulässig.

Wasser

Auch wenn es einem vielleicht nicht sofort in den Sinn kommt, wenn man dabei ist, die eigene Werkstatt zu planen: Neben dem Strom- gehört ein Wasseranschluss zu den Grundvoraussetzungen eines Betriebs – idealerweise mit Warmwasser. Je nach Werkstattgröße empfiehlt es sich, mehrere Waschbecken im Raum zu verteilen, sodass Mitarbeiter von überall aus unkompliziert an eine Wasserquelle gelangen – etwa um sich die Hände zu waschen oder Arbeitsutensilien zu reinigen.

Licht

Tatsächlich hat die Lichtqualität einen enormen Einfluss auf die Effizienz der Prozesse in Ihrem Betrieb. Helle, strahlende Lichter an der Decke sowie in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen sorgen dafür, dass Ihre Mitarbeiter genau sehen, was Sie tun, ohne sich anstrengen zu müssen. Dies wiederum führt zu einer optimierten Konzentration auf das Wesentliche, was die Arbeit an sich beschleunigt.

led-arbeitslampe-cob-budget-works led-strahler-cob-flutlicht

Wertige LED-Werkstattlampen, beispielsweise Flutlichtstrahler und Motorraumlampen, sowie kleine LED-Arbeitslampen, die jeder Techniker in der Arbeitszeit ständig in seiner Hosen- oder Jackentasche mit sich führt, sind im Zuge der Werkstatteinrichtung unverzichtbare Gegenstände. Klare Sichtverhältnisse steigern die Leistung und damit einhergehend auch den Erfolg.

werkstatt-planen-und-einrichten-licht
© THANANIT – stock.adobe.com

Werkstatt einrichten – für Sicherheit planen

Es ist weder schwierig noch kostenintensiv, ein hohes Maß an Sicherheit im Betrieb zu gewährleisten. Teuer wird es erst, wenn wirklich etwas passiert – und da wären längere Ausfallzeiten elementarer Mitarbeiter noch das geringste Übel. Um das Unfallrisiko in der Werkstatt auf ein Minimum zu reduzieren, sollten Sie Hinweisschilder, Absperrpfosten sowie passende Schutzausrüstung als Sicherheitsgaranten einsetzen.

Hinweisschilder

Mit genügend aussagekräftigen und sichtbar angebrachten Hinweisschildern zeigen Sie Ihren Mitarbeitern einfach und nachhaltig, wie sie sich wo zu verhalten haben. Es gibt diverse Gebots-, Verbots- und Warnschilder, die bestenfalls den Richtlinien der aktuell gültigen Norm ASR A1.3, DIN EN ISO 7010 entsprechen. Gerade in Elektroauto-Werkstätten sind Hochvolt-Warnhinweise Pflicht. Klassische Schilder mit dem Aufdruck „Rauchen verboten“ gehören generell dazu, wenn Sie Ihren Autobetrieb oder eine andere Art von Werkstatt einrichten.

kennzeichnungsschild-sicherheitsbereich-hochvolt-hv-werkstatt-planen-und-einrichten magnettraeger-arbeiten-an-hochvolt-hv-rot-mit-gelbem-warndreieck

Absperrpfosten

Durch Leitbalken und Absperrpfosten mit oder ohne Absperrkette grenzen Sie bestimmte Arbeitszonen ein. Diese Elemente signalisieren Mitarbeitern und Kunden, welche Arbeiten in welchem Werkstattabschnitt durchgeführt werden. Sie tragen sowohl zur Sicherheit als auch zu einem guten Organisationssystem für reibungslos funktionierende Prozesse bei. Praktisch: An den Absperrketten können Sie bei Bedarf noch Hinweisschilder anbringen. Tafeln mit Befestigungslöchern kommen für diesen Einsatz infrage.

absperrpfosten-eck-kippbar-werkstatt-planen-und-einrichten absperrpfosten-mobil-werkstatt-planen-und-einrichten

Schutzausrüstung

Jeder Mitarbeiter braucht unbedingt für seinen spezifischen Arbeitsbereich geeignete Schutzbekleidung, etwa Sicherheitsschuhe, Sicht- und Gehörschutz beziehungsweise Vollvisierhelm etc. Kümmern Sie sich um die Anschaffung der erforderlichen Ausrüstungsbestandteile, wenn Sie Ihre Werkstatt planen.

gehoerschutz Warnweste fuer Erwachsene mit Werbedruck

Gutes Organisationssystem als Schlüssel zum Erfolg

Der Arbeitsalltag läuft flüssiger, wenn Sie Ihre Werkstatteinrichtung organisatorisch gut planen. Bedeutsam ist, die Arbeitsbereiche sinnvoll einzuteilen und aufeinander abzustimmen. Darüber hinaus sind große, übersichtliche Schränke und Regale nützlich, damit Ihre Mitarbeiter immer rasch die Utensilien finden, die sie gerade benötigen. Nicht zu vergessen, dass Ihnen in Sachen Auftragsorganisation viele Optionen zur Verfügung stehen, um die Abwicklung im Arbeitsalltag zu beschleunigen und auch qualitativ zu optimieren.

Arbeitsbereiche sinnvoll planen

Wie bereits erwähnt, lassen sich Arbeitsbereiche durch Absperrpfosten und Leitbalken einfach begrenzen beziehungsweise markieren. Entscheidend ist aber, die Bereiche bestmöglich aneinanderzureihen, um Aufträge buchstäblich nahtlos abwickeln zu können. Praktisch heißt das, dass Sie die Abteilungen so weit wie möglich nach Arbeitsschritten anordnen sollten. Platzieren Sie beispielsweise den Bereich, in dem die Fahrzeuge in Augenschein genommen werden – für die Erstprüfung und -analyse – direkt neben der Auftragsannahmezone.

arbeitsbereiche-werkstatt-planen-und-einrichten
© interpas – stock.adobe.com

Schränke und Regale

Es ist ratsam, mehrere Schränke und Regale an den Wänden der Werkstatträumlichkeit aufzustellen. Je nach Raumgröße und verfügbarem Platz empfehlen wir, eher niedrige Stauraumelemente zu verwenden, damit die Arbeiter ohne Leiter und dergleichen an die Arbeitsutensilien herankommen. Wenn nur wenig Raum vorhanden ist, können Sie durch hohe Regale natürlich Platz sparen beziehungsweise mehr Stauraum erschließen. Wenn Sie Ihre Autowerkstatt einrichten, gehören stabile Reifenregale und flexible mobile Reifenwagen zu den wichtigsten Elementen.

reifenregal-komplettangebot-mit-gesamtbreite-4900-mm-werkstatt-planen-und-einrichten reifenwagen-zur-raederpraesentation-werkstatt-planen-und-einrichten

Werkstatt planen: Utensilien für eine optimale Auftragsorganisation

Für eine effiziente Auftragsabwicklung ist eines besonders wichtig: Durcheinander vermeiden, Übersicht und Ordnung schaffen. Um dies sicherzustellen, gibt es einige preiswerte Utensilien mit immensem praktischem Wert. Auf Arbeitskarten etwa können Sie jeden einzelnen Auftrag mit allen wesentlichen Details in Stichpunkten festhalten. Die ausgefüllten Arbeitskarten sortieren Sie einfach in farblich differenzierte Auftragstaschen ein (beispielsweise die rote Auftragstasche für dringende Aufträge, die grüne Tasche für fertige Aufträge etc.). Um stets den Überblick über die aktuelle Auftrags- und Terminlage zu behalten, sind Werkstattplaner und Terminkalender ungemein effizienzfördernd. Denken Sie auch an solche Kleinigkeiten, wenn Sie Ihre Werkstatt planen.

arbeitskarten-zur-pc-beschriftung-din-a4-einzelblatt wochen-terminplaner-din-a2-querformat

Kleine bis große Werkzeuge und Hilfsmittel

Nach der grundlegenden Werkstattplanung folgen noch die Feinheiten, die aber nicht weniger wichtig sind. Schließlich können Sie keine Autos, Motorräder und sonstigen Fahrzeuge warten und reparieren, wenn das richtige Werkzeug dazu fehlt. In sämtlichen Bereichen sollte ein großzügiges Angebot an Utensilien für Ihre Techniker und anderen Mitarbeiter bereitstehen. Montagerollbretter etwa zählen zur Ausstattungsbasis. Überdies sollten Sie die Wirkung kleiner, unauffälliger Hilfsmittel nicht unterschätzen.

montagerollbrett werkstatt-rollliege-und-klappsitz-2-in-1

Hier einige Beispiele für günstige Alltagshelfer, mit denen die Effizienz im Betrieb spürbar steigt:

  • Fahrzeugkennzeichnungssysteme (die Fahrzeuge mit farbigen Nummernschildern markieren, um sie während der Auftragsabwicklung schneller erfassen und zuordnen zu können)
  • Dellen- und Kratzermarkierungen (Dellen und Kratzer schon bei der Erstprüfung mit Markierungen versehen, um die Makel nicht wiederholt suchen zu müssen)
  • Schutzfolien und -decken sowie Fahrzeugschutzartikel (Fahrzeuge bei Bedarf abdecken, außen oder innen, um bei Arbeiten keine neuen Beschädigungen zu verursachen)
  • Putzkrepp samt Halterungen (in jedem Bereich Putzkrepp platzieren – für sauberes Arbeiten ohne unnötige Komplikationen)

Fazit: Werkstatt planen mit Köpfchen

Wer beim Planen und Einrichten der Werkstatt überlegt vorgeht, profitiert langfristig davon. Denn ein gutes Organisationssystem wirkt sich unmittelbar auf die Effizienz aus – und letztere beeinflusst Ihren Erfolg. Je schneller und besser Ihr Team die erhaltenen Aufträge erledigt, desto mehr Orders kann es in derselben Zeit abwickeln, was logischerweise den Umsatz erhöht.