Firmen- und Werbefahnen selbst gestalten

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Sie fahren durch ein Gewerbegebiet – was fällt zuerst auf? Richtig: die Fahnen. Eine gut platzierte Firmenfahne signalisiert Präsenz und Professionalität. Doch welche Werbefahne passt zu Ihrem Unternehmen? Und wie lässt sich eine Werbefahne selbst gestalten, die auch aus der Ferne wirkt? In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Fahnentypen es gibt, wie Sie die richtige Standard-Fahnengröße wählen und worauf Sie bei Windlast, Standort und Flaggendesign achten sollten.

Warum Fahnenwerbung? Die Vorteile im Überblick

Unter allen Werbemitteln bieten Werbefahnen ein besonders günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis. Einmal angeschafft, werben sie rund um die Uhr – ohne laufende Kosten. Eine Firmenfahne ist aus hunderten Metern Entfernung sichtbar und prägt sich Passanten und potenziellen Kunden ein. Besonders für Autohäuser, KFZ-Werkstätten und Gewerbebetriebe mit Straßenlage ist Fahnenwerbung eine der effektivsten Methoden, um auf sich aufmerksam zu machen.

Ein weiterer Vorteil: Wer Werbefahnen selbst gestalten möchte, hat heute vielfältige Möglichkeiten. Vom einfachen Logo-Druck bis zum aufwendigen Flaggendesign mit Farbverläufen ist nahezu alles realisierbar. Das macht die Fahnengestaltung zu einem kreativen Prozess, bei dem Sie Ihre Markenidentität optimal in Szene setzen können.

Welcher Fahnentyp passt zu Ihrem Einsatzzweck?

Nicht jede Werbefahne eignet sich für jeden Standort. Entscheidend sind drei Fragen: Soll die Werbe- oder Firmenfahne dauerhaft oder nur temporär stehen? Wie viel Platz steht zur Verfügung? Und welche Windverhältnisse herrschen vor Ort? Auch die Fahnengestaltung spielt eine Rolle: Manche Fahnenformen eignen sich besser für horizontale Designs, andere für vertikale. Die folgende Übersicht hilft Ihnen bei der Entscheidung.

Die Hissfahne – der Klassiker für repräsentative Dauerbeflaggung

Die Hissfahne ist die traditionelle Form der Firmenfahne. Sie wird mittels Seilzug am Mast befestigt und weht frei im Wind. Um die Fahnen am Seil zu befestigen, werden Karabinerhaken oder Schlaufen verwendet, die in die seitliche Konfektionierung eingenäht sind. Je nach Windstärke entfaltet sich Ihre Werbebotschaft eindrucksvoll – bei Flaute hängt sie allerdings schlaff herab.

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Praxistipp: Je höher der Mast, desto dynamischer weht die Fahne – denn die Windgeschwindigkeit nimmt mit der Höhe zu. Für windschwache Standorte empfehlen sich Flaggenmasten ab 6 Metern Höhe oder Masten mit Auslegern.

Hinweis zur Gestaltung: Bei Hissfahnen sollten Sie das Motiv so gestalten, dass es sowohl im ausgewehten Zustand als auch bei leichter Bewegung erkennbar bleibt. Vermeiden Sie wichtige Elemente direkt an der Mastkante – dieser Bereich ist oft verdeckt oder gefaltet.

Fahnen mit Ausleger – immer gut lesbar, auch bei Windstille

Bei Masten mit Ausleger wird die Fahne durch einen horizontalen Arm aufgespannt. So bleibt Ihr Firmenlogo jederzeit sichtbar – unabhängig von den Windverhältnissen. Diese Variante eignet sich besonders für Standorte mit wechselhaften oder schwachen Winden.

Mobile Fahnenmast-Dreier-Gruppe für Fahnen bis 120 x 300 cm - ohne Hiss-Vorrichtung

Wenn Sie eine Werbefahne selbst gestalten, die am Ausleger hängen soll, können Sie die gesamte Fahnenfläche nutzen. Da die Fahne immer gespannt bleibt, ist das komplette Motiv permanent sichtbar – ideal für detailreichere Designs oder Schriftzüge.

Beachflags – flexibel, mobil und schnell aufgebaut

Die Beachflag ist heute eine der beliebtesten Werbefahnen. Ursprünglich für Strandbars entwickelt, findet man sie inzwischen vor Firmeneingängen, auf Messen und bei Aktionstagen. Der Vorteil: Ein flexibler Fiberglasstab spannt die Flagge auf, sodass sie auch ohne Wind ihre Form behält. Der Aufbau dauert nur wenige Minuten.

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Ideal für: Saisonale Aktionen, Messeauftritte, wechselnde Standorte oder als Ergänzung zur festen Firmenfahne am Eingangsbereich.

Besonderheit bei der Fahnengestaltung: Beachflags haben eine charakteristische tropfen- oder bogenförmige Silhouette. Wer eine solche Werbefahne selbst gestalten möchte, muss diese Form bei der Motiverstellung berücksichtigen. Vorlagen im passenden Format erhalten Sie in der Regel vom Anbieter.

Werbebanner – die flächige Alternative

Werbebanner werden nicht gehisst, sondern straff zwischen Befestigungspunkten oder an Fassaden gespannt. Sie eignen sich besonders für großflächige Werbebotschaften, Hinweise auf Sonderaktionen oder temporäre Kampagnen. Für bedruckte Werbebanner gibt es mobile und stationäre Haltesysteme.

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Da Banner straff gespannt sind und sich nicht bewegen, haben Sie bei der Gestaltung mehr Freiheiten: Auch kleinere Schriften und detaillierte Grafiken bleiben gut lesbar. Allerdings sollten Sie Windöffnungen einplanen, wenn das Banner großflächig im Außenbereich hängt.

Mobil oder stationär? Den richtigen Fahnenmast wählen

Mobile Fahnenmasten – flexibel und transportabel

Nicht überall lässt sich ein fester Mast installieren. Mobile Fahnenmasten bieten hier die Lösung: Sie lassen sich in wenigen Minuten aufbauen, passen zusammengeklappt in den Pkw und erreichen dank Teleskopsystem trotzdem Höhen bis zu 5 Metern.

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Für die Standsicherheit sorgen entweder Kreuzfüße oder mit Wasser befüllbare Gewichte. Letztere sind praktisch für den Transport: Vor Ort befüllt, bieten sie ausreichend Stabilität – leer wiegen sie kaum etwas.

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Stationäre Fahnenmasten – robust für die Dauerbeflaggung

Für eine repräsentative, dauerhafte Firmenfahne führt kein Weg am stationären Fahnenmast vorbei. Diese Masten werden mit einer Bodenhülse im Fundament einbetoniert oder per Erdschraube verankert. Sie trotzen auch starker Windlast und bieten die nötige Stabilität für großformatige Werbefahnen.

 

Tipp zur Planung: Bevor Sie einen stationären Mast setzen, klären Sie mit Ihrer Gemeinde, ob eine Genehmigung erforderlich ist. In vielen Fällen sind Fahnenmasten bis zu einer bestimmten Höhe genehmigungsfrei – die Regelungen variieren jedoch je nach Bundesland und Kommune.

Standard-Fahnengrößen: Welche Maße für welchen Mast?

Die Fahnengröße sollte zur Masthöhe passen. Als Faustregel gilt: Die Fahnenlänge beträgt etwa ein Drittel bis maximal die Hälfte der Masthöhe. Gängige Standard-Fahnengrößen sind:

Masthöhe 5 m: Fahnen ca. 100 × 150 cm bis 120 × 200 cm
Masthöhe 7 m: Fahnen ca. 100 × 300 cm bis 150 × 400 cm
Masthöhe 8 m und mehr: Fahnen ab 150 × 400 cm aufwärts

Bei Beachflags richtet sich die Größe nach der gewünschten Gesamthöhe. Modelle zwischen 2 und 4 Metern decken die meisten Einsatzzwecke ab.

Wichtig für die Fahnengestaltung: Berücksichtigen Sie bei der Motiverstellung immer die tatsächlichen Maße der Fahne. Ein Design, das für eine kleine Fahne funktioniert, wirkt auf einer großen Fläche möglicherweise verloren – und umgekehrt. Wenn Sie Werbefahnen selbst gestalten, arbeiten Sie am besten mit maßstabsgetreuen Vorlagen.

Windlast und Standsicherheit: Darauf sollten Sie achten

Wind ist der größte Belastungsfaktor für jede Werbefahne. Die Windlast – also die Kraft, die der Wind auf die Fahnenfläche ausübt – steigt mit der Fahnengröße und der Windgeschwindigkeit. Für die Praxis bedeutet das:

Stationäre Masten mit Betonfundament halten auch stürmischen Bedingungen stand. Achten Sie auf die Herstellerangaben zur maximalen Windgeschwindigkeit. Bei exponierten Standorten – etwa freistehend auf einem Parkplatz ohne Windschutz – sollten Sie einen Mast mit entsprechender Reserve wählen.

Mobile Masten sollten bei starkem Wind (ab Windstärke 6) eingeholt oder zusätzlich gesichert werden. Einige Modelle verfügen über Abspannseile, die zusätzliche Stabilität bieten.

Beachflags sind durch ihre flexible Konstruktion windresistenter als starre Systeme, sollten bei Sturm aber ebenfalls abgebaut werden. Die gebogene Form leitet den Wind ab und reduziert die Belastung auf das Gestell.

Praxistipp: Robuster Fahnenstoff mit verstärkten Nähten und Ösen hält der Dauerbelastung durch Wind deutlich länger stand als günstiges Material. Besonders die Bereiche um die Befestigungspunkte sind hohen Zugkräften ausgesetzt.

Hissfahne 120 x 400 cm

Werbefahne selbst gestalten: Tipps für ein wirkungsvolles Flaggendesign

Die Fahnengestaltung entscheidet darüber, ob Ihre Werbebotschaft ankommt. Beim Flaggendesign gelten andere Regeln als bei Printprodukten – schließlich bewegt sich die Fahne und wird aus der Entfernung betrachtet. Wenn Sie Ihre Werbefahne selbst gestalten, beachten Sie folgende Grundsätze:

Weniger ist mehr – das Grundprinzip der Fahnengestaltung

Eine Fahne ist kein Flyer. Beschränken Sie sich auf das Wesentliche: Firmenlogo, eventuell ein kurzer Slogan oder der Firmenname. Mehr als 3–5 Worte sind aus der Ferne kaum lesbar. Wer Werbefahnen selbst gestalten möchte, sollte sich immer fragen: Was muss der Betrachter in zwei Sekunden erfassen können?

Kontraste und Lesbarkeit – so wirkt Ihr Flaggendesign

Starke Farbkontraste sorgen für Fernwirkung. Dunkle Schrift auf hellem Grund oder umgekehrt funktioniert am besten. Vermeiden Sie Kombinationen wie Rot auf Blau oder Grün auf Braun – sie verschwimmen optisch. Auch bei der Fahnengestaltung gilt: Wenige, kräftige Farben sind wirkungsvoller als ein buntes Durcheinander.

Bewährte Farbkombinationen: Weiß auf Dunkelblau, Gelb auf Schwarz, Rot auf Weiß, Dunkelgrün auf Hellgelb. Diese Kombinationen bieten maximalen Kontrast und bleiben auch bei wechselnden Lichtverhältnissen gut erkennbar.

Schriftgröße großzügig wählen

Damit Text aus 30–50 Metern Entfernung lesbar ist, muss die Schrifthöhe mindestens 10–15 cm betragen. Bei größeren Sichtweiten entsprechend mehr. Als Orientierung: Die Schrifthöhe in Zentimetern sollte etwa ein Drittel der gewünschten Leseentfernung in Metern betragen. Für 60 Meter Sichtweite also mindestens 20 cm Schrifthöhe.

Verwenden Sie klare, serifenlose Schriften wie Arial, Helvetica oder ähnliche. Verschnörkelte Schriftarten mögen auf Visitenkarten elegant wirken – auf einer wehenden Fahne sind sie kaum zu entziffern.

Bewegung einkalkulieren

Die Fahne weht und faltet sich im Wind. Platzieren Sie wichtige Elemente nicht zu nah am Rand. Das Logo sollte auch bei leichter Bewegung vollständig sichtbar bleiben. Wer eine Werbefahne selbst gestalten will, sollte einen Sicherheitsabstand von mindestens 5–10 cm zu allen Kanten einplanen.

Tipp: Testen Sie Ihr Design, indem Sie es ausdrucken und leicht knicken oder wellen. So bekommen Sie einen Eindruck, wie das Motiv in Bewegung wirkt.

Hoch- oder Querformat? Die richtige Ausrichtung wählen

Bei der Fahnengestaltung spielt auch die Ausrichtung eine Rolle. Hochformate eignen sich besser für Hissfahnen, da sie im Wind eine größere Fläche zeigen. Querformate sind ideal für Banner und Fahnen mit Ausleger. Beachflags haben durch ihre tropfenförmige Silhouette eine eigene Dynamik – hier ist das Hochformat gesetzt.

Druckdaten richtig anlegen

Für den Fahnendruck benötigen Sie Bilddateien im Format PDF, TIFF oder JPEG. Der Farbmodus sollte CMYK sein. Die Daten legen Sie idealerweise im Maßstab 1:1 an – bei Fahnen mit einer Seitenlänge über 5 Metern ist auch der Maßstab 1:10 möglich.

Auflösung – abhängig von der Fahnengröße:

• Fahnenfläche unter 0,5 m²: 300 dpi
• Fahnenfläche bis 2,0 m²: 150 dpi
• Fahnenfläche ab 2,0 m²: 70 dpi

Die geringere Auflösung bei großen Fahnen ist kein Nachteil: Da diese aus größerer Entfernung betrachtet werden, bleibt die Druckqualität einwandfrei. Detaillierte Vorgaben finden Sie im Fahnen-Datenblatt, das bei jedem Produkt zum Download bereitsteht. Bei Unsicherheiten berät Sie unser Team gerne.

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Material und Haltbarkeit: Worauf es beim Fahnenstoff ankommt

Werbefahnen sind Wind, Regen und UV-Strahlung ausgesetzt. Hochwertiger Polyester-Fahnenstoff ist leicht, trocknet schnell und bietet eine gute Farbbrillanz. Für die Dauerbeflaggung empfiehlt sich besonders robustes Material mit UV-Schutz und verstärkten Nähten.

Materialoptionen im Überblick:

Polyester-Fahnenstoff (115–120 g/m²): Der Standard für Werbefahnen. Leicht, gut bedruckbar, durchscheinend (beidseitig lesbar). Ideal für die meisten Anwendungen.

Polyester-Fahnenstoff Premium (155–160 g/m²): Schwerer und robuster, bessere UV-Beständigkeit, längere Haltbarkeit bei Dauerbeflaggung.

Mesh-/Netzstoff: Winddurchlässig durch kleine Öffnungen im Gewebe. Reduziert die Windlast erheblich, ideal für sehr exponierte Standorte.

Rechnen Sie bei ganzjährigem Außeneinsatz mit einer Lebensdauer von etwa 6–12 Monaten für Standardmaterial und 12–24 Monaten für Premium-Stoffe. Die tatsächliche Haltbarkeit hängt stark vom Standort ab: An windgeschützten Plätzen halten Fahnen deutlich länger als an exponierten Positionen.

Pflege und Wartung: So bleibt Ihre Firmenfahne lange ansehnlich

Eine verschmutzte oder ausgefranste Fahne wirkt unprofessionell. Mit etwas Pflege verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Werbefahne erheblich:

Regelmäßige Sichtkontrolle:

Prüfen Sie alle 2–4 Wochen Nähte, Ösen und Befestigungspunkte. Kleine Schäden lassen sich oft reparieren, bevor sie größer werden.

Reinigung:

Die meisten Fahnenstoffe können bei 30 °C in der Waschmaschine gewaschen werden. Verwenden Sie Feinwaschmittel und verzichten Sie auf Weichspüler. Nicht schleudern, sondern tropfnass aufhängen.

Einlagern bei Sturm:

Bei angekündigten Unwettern holen Sie die Fahne besser ein. Das kostet wenige Minuten, kann aber die Lebensdauer um Monate verlängern.

Ersatzfahnen vorhalten:

Planen Sie von Anfang an eine Wechselfahne ein. So können Sie bei Beschädigung oder während der Reinigung nahtlos austauschen.

So setzen Sie Fahnenwerbung erfolgreich ein

Die richtige Firmenfahne hängt von Ihrem Standort, dem Einsatzzweck und Ihren gestalterischen Anforderungen ab. Für dauerhafte Präsenz eignen sich stationäre Masten mit Ausleger, für flexible Einsätze Beachflags oder mobile Teleskopmasten. Achten Sie bei der Fahnengestaltung auf klare Kontraste, große Schrift und ein reduziertes Design – dann wirkt Ihre Werbebotschaft auch aus der Ferne.

Wer Werbefahnen selbst gestalten möchte, sollte die besonderen Anforderungen dieses Mediums beachten: Bewegung, Fernwirkung und Witterungseinflüsse machen das Flaggendesign zu einer eigenen Disziplin. Mit den Tipps aus diesem Ratgeber sind Sie bestens vorbereitet. Und nicht zuletzt: Investieren Sie in Qualität bei Druck und Material – eine gepflegte Werbefahne repräsentiert Ihr Unternehmen rund um die Uhr.

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Übrigens: Für noch mehr Aufmerksamkeit – auch nach Einbruch der Dunkelheit – sind Fahnenmasten mit Beleuchtung erhältlich. Bei Fragen zur Auswahl, Gestaltung oder Bestellung berät Sie unser Team gerne persönlich.